Die Pfarrgemeinde St. Symphorian Zell
Das Hoheitsgebiet von Zell bildete ursprünglich zusammen mit dem freien Reichstal Harmersbach eine Pfarrei. Sie umfasste das Gebiet der heute eigenständigen Pfarreien Zell, Oberharmersbach, Nordrach und Biberach.
1206 bestätigt Bischof Heinrich II. von Veringen dem Abt von Gengenbach das Recht, die Pfarrei von Zell zu besetzen. Spätestens seit dieser Zeit muss darum schon eine Kirche bestanden haben, die als Klostereigentum außerhalb der Siedlung erstellt war. Die Seelsorger waren bis 1650 und ab 1831 Weltgeistliche; dazwischen wirkten hier Benediktiner von Gengenbach.
Durch den Einfluss der Benediktiner von Gengenbach begann sehr früh die Verehrung des hl. Gallus (gest. 640). Der Legende nach soll er auf seiner Wanderung von Frankreich an den Bodensee hier für einige Zeit in einer Einsiedler-Zelle gelebt haben. Der hl. Gallus ist Patron des ehemaligen Reichstales, der Pfarrkirche von Oberharmersbach und des Alten- und Pflegeheimes in Zell.
Zur Pfarrei Zell gehört auch die Wallfahrtskirche „Maria zu den Ketten", deren Ursprünge in die Zeit der Besiedelung des Tales zurückreichen. 1918 übernahmen die Kapuziner die Seelsorge an der Wallfahrtskirche und errichteten 1920 das Kapuzinerkloster. Seit 1983 betreuen die Kapuziner zusätzlich zur Wallfahrtskirche auch die Pfarrei Zell.
Jahr 2003 wurde die Seelsorgeeinheit Zell errichtet. Sie umfasst neben der Pfarrei Zell inzwischen die Pfarreien Biberach, Prinzbach, Nordrach und Oberharmersbach.









